Zu einer Hochzeit in Polen eingeladen? Rechnen Sie mit einem Empfang mit Brot und Salz, einem Saal, der „Gorzko!“ ruft, bis sich das Paar küsst, einer Feier bis tief in die Nacht und oft einem zweiten Festtag. Das sollten Gäste wissen.

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Elegant: Anzug und Cocktail- oder Abendkleid. Kein Weiß, und für die Kirche zurückhaltend kleiden.
Eine Karte mit Geld im Umschlag (koperta), oft mit Blumen oder einer Flasche Wein. Wunschlisten sind unüblich.
Meist von einer Trauung am Nachmittag bis spät in die Nacht oder in den Morgen, oft gefolgt von Poprawiny am nächsten Tag.
Wszystkiego najlepszego!: Alles Gute!
Paare überbringen Einladungen oft persönlich, und Gäste antworten gleich; sonst so antworten, wie es die Einladung verlangt.
Viele polnische Hochzeiten beginnen mit einer katholischen Trauung in der Kirche (Ślub), oft an einem Samstagnachmittag, andere sind standesamtliche Trauungen. Bei einer kirchlichen Hochzeit steht das Paar meist mit zwei Trauzeugen am Altar statt mit einem großen Brautgefolge. Wenn das Paar die Kirche verlässt, singen die Gäste oft „Sto lat“, das Lied, das hundert glückliche Jahre wünscht, und stellen sich dann an, um zu gratulieren, ihre Wünsche auszusprechen und ihr Geschenk zu überreichen. Die Bräuche unterscheiden sich je nach Region, Dorf und Stadt sowie von Familie zu Familie.
Am Ort der Feier empfangen die Eltern das Paar traditionell mit Brot und Salz (chleb i sól), oft mit einem kleinen Glas Wodka oder Wein. Das Brot steht für den Wunsch, dass das Paar nie Hunger leiden möge, und das Salz erinnert daran, dass die Ehe auch schwere Momente bringt, die man gemeinsam meistert. Das Paar kostet Brot und Salz, und die Feier, das Wesele, kann beginnen.
Eine polnische Hochzeitsfeier ist bekannt für reichlich Essen, das den ganzen Abend über serviert wird, und für Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden. Manche Paare eröffnen den Tanz mit der Polonez, dem feierlichen Nationaltanz Polens. Immer wieder rufen die Gäste „Gorzko, gorzko!“ („bitter, bitter!“), und das Paar küsst sich, um alles wieder „süß“ zu machen. Gegen Mitternacht finden bei vielen Hochzeiten die Oczepiny statt, ein Ritual, das einst den Übergang der Braut vom Mädchenkranz zur Haube der verheirateten Frau markierte. Heute ist es meist spielerisch: Die Braut wirft ihren Schleier und der Bräutigam seine Krawatte, oft mit Partyspielen. Viele Hochzeiten gehen am nächsten Tag mit den Poprawiny weiter, einem entspannteren Beisammensein für Familie und enge Freunde.
Polnische Hochzeiten sind oft Familienfeste, und Familien mit kleinen Kindern sind häufig willkommen, aber prüfen Sie die Einladung. Die Feiern dauern lange; planen Sie also einen frühen Aufbruch oder eine ruhige Ecke für die Jüngsten ein. Viele Locations sind Hotels, was einen langen Abend leichter macht.
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Lädt Sie eine Kollegin oder ein Kollege ein, ist ein Umschlag mit Geld und einer Karte das übliche Geschenk, manchmal mit Blumen. Kollegen schenken oft gemeinsam.
Meist eine Karte mit Geld im Umschlag, oft mit Blumen oder einer Flasche Wein. Sie wird dem Paar beim Gratulieren überreicht.
Es bedeutet „bitter!“. Die Gäste rufen es während der Feier, und das Paar küsst sich, um alles wieder „süß“ zu machen.
Ein zweiter Festtag nach der Hochzeit, meist entspannter und für Familie und enge Freunde.